SV 07 Milz e.V.
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1.Männer : Spielbericht Kreisoberliga Südthüringen, 1.ST

Sachsenbrunn/Crock   SV 07 Milz
Sachsenbrunn/Crock 1 : 2 SV 07 Milz
(1 : 2)
1.Männer   ::   Kreisoberliga Südthüringen   ::   1.ST   ::   29.08.2021 (15:00 Uhr)

Spielstatistik

Tore

2x Sascha Lautensack

Gelbe Karten

Lukas Hamacher, Sebastian Hebig

Zuschauer

80

Torfolge

1:0 (3.min) - Sachsenbrunn/Crock per Kopfball
1:1 (30.min) - Sascha Lautensack
1:2 (42.min) - Sascha Lautensack

++ Regen! Regen! Regen! Und nochmals Regen! ++ Lautensack trifft doppelt ++

Farbenfrohe Wasserspiele

 

Zum Auftakt der Fußball- Kreisoberliga wird in Crock auf ein simples Mittel der Torannäherung zurückgegriffen. Doch der Fußball gibt auch an diesem Tag seine Rätsel auf.

 

Von Carsten Jentzsch

 

Crock – Wer den Fußball kennt, der weiß, dass in der Welt des runden Leders nicht immer alles erklärbar ist. So wie am Sonntag auf dem Fußballplatz in Crock. Warum Schiedsrichter Ronny Otto aus Suhl und seine Assistenten Martin Wagner und Baran Demir in Durchgang zwei plötzlich neue Oberteile tragen, ist auch nicht wirklich zu erklären. Klar: Der Regen! Die Jerseys aus Durchgang eins sind völlig durchnässt. Doch nach fünf Minuten in Abschnitt zwei sind die neuen Kleidungsstücke ebenfalls sacknass. Gelohnt hat es sich dennoch, meint zumindest der Unparteiische aus der Waffenstadt nach Spielende.

 

Wenn es um die Frage nach Aufwand und Nutzen geht, dann hat sich der Aufenthalt in Crock für die Gäste aus Milz definitiv gelohnt. Immerhin kommen die Grabfelder nach 0:1-Rückstand zurück, drehen die Partie und sichern sich am Ende drei Punkte. Die hätten die Hausherren nach Abpfiff auch gern auf dem Konto gehabt. Und zu Beginn der Partie sah es eigentlich auch ganz gut aus für die Hausherren. Benjamin Kirchner ist es, der nach einer Ecke zum 1:0 einköpft. Torwart Daniel Eppler bleibt bei dem Gegentreffer ins lange Eck chancenlos. Auch nach dem Führungstreffer hat das Team von Trainer Enrico Amend mehr vom Spiel – mehr Ballbesitz und die besseren Chancen. Zu diesen kommen die SG-Kicker insbesondere mit hohen Bällen in die Spitze. Immer wieder wird Stürmer Maximilian Leis von seinen Kollegen gesucht.

 

So wie in der 11. Minute, als Bruder Frederik einen Ball aus dem Halbfeld in den Sechzehner chippt. Der Ball senkt sich, Maximilian Leis macht sich die Bedingungen zunutze, rutscht in den Ball und prüft Keeper Eppler, der den Ball nach rechts hin abwehrt. Doch anschließend wird das Geschehen durch einen Pfiff unterbunden – Abseits! „Normalerweise ist das nicht meine typische Art Fußball spielen zu lassen. Aber heute waren diese weiten Bälle schon ein probates Mittel", so Enrico Amend, Trainer der SG Sachsenbrunn/ Crock, nach dem Spiel, der dabei auf die Bedingungen – ein schwerer, nasser Rasen – anspielte. Apropos Bedingungen: Nach einer guten Viertelstunde wird der Regen wieder stärker und die Gäste aus Milz irgendwie auch. Dabei greift man ebenfalls auf das durchaus simple Mittel der Torannäherung via langer, weiter Bälle, zurück. Mit dem einzigen Unterschied, dass derjenige, den man vorne sucht, nicht Maximilian Leis heißt, sondern Sascha Lautensack. Der ist es dann auch, der in der 30. Minute den 1:1-Ausgleich besorgt. Im Sechzehner bringt er den Ball – noch leicht abgefälscht – im rechten unteren Eck unter. Anschließend macht sich auch der Torjäger der Milzer die Bedingungen zunutze und bejubelt seinen ersten Saisontreffer mit einem klassischen Knierutscher. Nur wenige Augenblicke später hätte Maximilian Leis um ein Haar ebenso Grund gehabt für diese Art des Torjubels, doch der Flugkopfball geht genau zentral auf Torwart Eppler und Schiri- Assi Wagner hebt die Fahne – Abseits. Auf das wird auch in der 38. Minute entschieden, als der Ball nach dem Schuss von Stefan Peter bereits im Netz liegt. Hier hätte man jedoch gern auf den Südthüringer Videoassistentschiedsrichter (VAR) zurückgegriffen, wenn es ihn denn gäbe. Sei’s drum, denn kurz darauf landet der Ball erneut im Kasten von SG-Schlussmann Marco Bock. Nach einem Freistoß ist es wieder Sascha Lautensack, der trifft – und zwar per Kopf.

 

In der zweiten Hälfte passiert rein fußballerisch nicht mehr viel. Das Nass von oben hat dem Platz inzwischen schwer zugesetzt. Pässe kommen nun immer öfter nicht an, allein schon deshalb weil der Ball einfach liegen bleibt. Liegen bleibt in der 66. Minute auch Frederik Leis. Ohne Fremdeinwirkung knickt er um. Wie schon vor ein paar  Wochen im Kreispokalspiel gegen Schleusingerneundorf hat es das rechte Bein erwischt. Trainer Enrico Amend schließt das Schlimmste – Bänderriss – am Sonntag nicht aus. „Ich bin kein Arzt, aber ich kann mir vorstellen, dass es die Bänder sind, und er erstmal ausfallen wird", sagt er, der sich in Durchgang zwei ein bisschen mehr „Fingerspitzengefühl" von den Unparteiischen gewünscht hätte. Denn im Gegensatz zum grauen Jersey ist Schiri Otto in der zweiten Hälfte in Sachen Karten recht farbenfroh unterwegs – 5 Mal Gelb, ein Mal Gelb-Rot lautet die Ausbeute in einer zweiten Hälfte in der Foulspiele auch wegen der widrigen Bedingungen zunehmen. Insbesondere bei der Gelb-Roten Karte gegen Martin Lehmann hätte man sich noch mal die Meinung des VAR gewünscht. Auf Entscheidungen wollten die Unparteiischen nach Spielende nicht eingehen.

 

Quelle: Freies Wort, Lokalsport Hildburghausen vom 30.8.2021