Sportverein 07 Milz

++ Der Trainingslager-Rückblick der etwas anderen Art ++

Daniel Eppler, 11.03.2019

++ Der Trainingslager-Rückblick der etwas anderen Art ++

Am vergangenen Freitag machten sich unsere Kreisoberliga-Kicker auf den Weg in Richtung Rappershausen. Dorthin lud Trainer Frank Sommer zum abschließenden Trainingslager der Wintervorbereitung ein.


Nach Ankunft im beschaulichen und ohne jegliches Handynetz ausgestatteten Landschulheim hieß es ankommen, einleben und das obligatorische Feierabendbier öffnen. Richtig gehört! Kaum angekommen knallten im Sekundentakt die Korken und der genüssliche Gerstensaft, welcher in rauen Mengen vorhanden war, floss gen Körpermitte. Trainerfuchs Sommer dachte sich wohl: "Na wartet nur ihr Kauze. Euch vergeht noch der Bierdurst". Gesagt – Getan! Punkt 18.30 Uhr trieb er seine Schützlinge in Richtung der 0,25-Felderhalle und lies Anhand von Steigerungsläufen auch den letzten Tropfen Bier verdunsten. Nach Ende der ersten Einheit gab es dann nochmal mächtig Freudentränen und strahlende Fußballeraugen im Empfangsbereich des Heimes. Warum? Das W-LAN Passwort wurde feierlich verkündet! Yeah! „Endlich! Ich muss moi Mutter schreib, dos ma gut o´komme sinn“, so einer der verzweifelten Ballathleten. Für alle Leser zur Info: Rappershausen liegt ca. zehn Minuten Autofahrt von Milz entfernet. Aber okay. Zum Abschluss des ersten Tages verzehrten dann die Ernährungsexperten um Supp, Peter, Reß und Co. noch ein Schubkarre Pizzabrötchen, um sich anschließend zufrieden der Nachtruhe zu widmen. Apropos Nachtruhe. Diese war leider unserem Möchtegern-Oli Kahn nicht vergönnt. Abartig laut und intensiv "schnarchende" Zimmerkammeraden ließen es nicht mal ansatzweise zu, einen Gedanken an Schlaf zu verschwenden - Saubande! (Danke Felix).

 

Der Morgen des zweiten Tages spielte sich zunächst vor den Türen des Landschulheimes statt. Hier traf man(n) sich pünktlich um 06.53 Uhr zu einer heißen Tasse „Minze-Ingwer-Kresse-Blauschimmel-Tee“ abgerundet mit einer charmanten Note „Marlboro Rot“ oder „West ICE“ – Mhm lecker. Nach der korrekten und intensiven Leerung des jederzeit gut sortierten Buffets schnürten sich unsere Jungs erstmals die Schuhe mit diesen komischen Nocken untendrunter! Vielleicht heißen sie ja deshalb auch Nockenschuhe?! Wie auch immer. Mit ordentlich Schwung und Elan (das französische Wort für „Alan“ Harper) ging es dann aufs heilige Grün. Hoch – Runter – Rüber – Nüber – Kreuzdiequer. Puhhh wir haben mächtig geschwitzt. Dann endlich Mittag! Spaghetti Bolognese sollte es geben. Welcher Junge träumte nicht früher schon von langen, dünnen Nudeln in einer mit Fleisch übersäten Soße. Reden wir eigentlich noch vom Essen?!?!  Fazit: „Die Töpf worn leer“.

Nach einer guten Stunde Mittagsruhe und einer halben Schachtel Zigaretten weniger, dirigierte Coach Sommer sein Milzer-Ballorchester ein zweites Mal auf dem Rappershäuser Wembley-Rasen. Getreu dem Motto: „Die Spiele die wir schon verloren haben – müssen andere erstmal verlieren“ spielten wir Angriff gegen Verteidigung. Eine ziemlich torarme Nummer für die „0“ mitgereisten Fans aus Milz. Doch knallen sollte es am Ende nochmal. Und zwar im Schlafsaal „Sonnenschein“ – auch wenn es nur Egons Bierdeckel war. Ja was ging dann noch so an dem Tag?! Okay, schnelle Zusammenfassung:

15.30 Uhr – Alle sitzen gespannt vorm Beamer und wollen den Deutschen Meister sehen (Nein! Ich rede nicht vom BVB)

15.40 Uhr – Unser Wolfsburg-Ultra Cooper ist guter Dinge und betritt den Raum mit einem gepflegten „Gut Kick in die Runde“

15.41 Uhr – Jan fragt Egon, ob er ein Bier von ihm haben kann – Egon entgegnet „Spinnst du?“

16.30 Uhr – Cooper wirkt niedergeschlagen, Okay die Bayern nehmen die Wölfe ran was sie wert sind

16.43 Uhr – Alle gucken auf ihre Handys – Totenstille

17.00 Uhr – Sky-Kommentator Tom Bayer lacht die Wolfsburger aus

17.18 Uhr – Endlich ist dieser gekaufte und verfälschte Fußball rum

17.20 Uhr – Egon: „Trink ma noch e Bier“??

21.00 Uhr – Frank lädt zur Taktikbesprechung – wir haben eine Taktik?!

21.15 Uhr – Nico verlässt die Besprechung, weil der Döner gekommen ist

21.30 Uhr – Felix erfährt er muss einen Tag später auf der „6“ spielen Zitat: „Ach du scheiße“

23.00 Uhr – „Ab ins Beet“ ähhhhh „Ab ins Bett“

 

 

Der letzte Tag war also gekommen. Eigentlich war für 08.30 Uhr eine letzte Einheit im goldenen Westen angesetzt, doch das stürmische und regnerische Wetter machte einen dicken Strich durch die Rechnung und sorgte somit für schlechte Stimmung im Rhön-Grabfeld. Aber Kopf hoch ihr Rappershäuser! Wir in Milz hatten schon mal zwei Wochen gar kein Wetter. So hieß es also Zimmer räumen, Saubermachen und abschließend frühstücken. Es gab Weißwürste mit Brezn. Ein Traum. Auf die Frage: „Haben wir auch Weißbier da?“ runzelte Frank nur seine Stirn und verwies auf das anstehende Testspiel am Nachmittag gegen das Spitzenteam aus Struth-Helmershof.

Die Begegnung entschieden wir am Ende deutlich mit 4:0 für unsere Farben und konnten mächtig Selbstvertrauen und im Anschluss Bier tanken. An dieser Stelle möchten wir noch einen ganz besonderen Menschen erwähnen! Unseren Dominik Eppler. Ja man mag es kaum glauben und seid euch sicher, wären wir nicht selber dabei gewesen würden wir es ebenfalls nur schwer glauben. Flanke Nico in den Strafraum, nach starkem Einsatz, „Egon“ schraubt sich in die Höhe, sodass der immer prallgefüllte Lokalsport unseres „Freies Wort“ (nicht!!!) gerade so darunter passt und köpft(!!!), richtig gehört, köpft(!!!!) ein. Die anderen Buden besorgten Michel Mai, Stefan Peter per Solo von Floh bis Seligenthal und zurück, sowie Jan Matz. Also ich würde sagen – macht euch bei Ihr Heener!! Wir sind soweit!! Und wie es sich gehört versammelte sich im Anschluss an die Partie die nahezu gesamte Mannschaft beim Meininger „Schachtelwirt“ und lies dieses tantrische Wochenende zwischen Chicken Nuggets, Big Mäc, Pommes und einem Eimer Curry-Sauce ausklingen.

Wir verabschieden uns daher mit einem dreifachen Sport frei – Sport frei – Sport frei!  


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